RxD/TxD an Parallel port

Gast #256046
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Die eigentliche Frage geht aus dem Betreff wie so oft
nur bedingt hervor, also anders:

Kann ich mit meinen AVRs zum debuggen anstatt wie üblich
über "serielle Schnittstelle <-> max232 <-> avr" auch den
weg direkt über "parallele Schnittstelle <-> avr" gehen?

Ich frage nach der technischen Machbarkeit da ich nach
langem googeln nichts brauchbares gefunden habe und dies
deshalb annehmen muss (obwohl ich denke das es gehen müsste).
Und ich werde ja wohl nicht der einzige
sein der an seinem Laptop keine serielle Schnittstelle mehr hat.

Gibt es da eurerseits Bedenken? Spezielle Gründe warum es
nur über seriell geht oder warum man es nicht anders machen sollte?

MfG
Gast #256047
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Aber USB wird er haben, oder? Und USB/Seriell ist kein Problem und
günstig zu haben. Parallel ist softwareseitig (PC-Seite) ziemlich übel
- ausserdem wundert es mich beihnahe schon, dass der Laptop zwar nicht
seriell kann, wohl aber parallel.
Persönliche Seite #256048
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Du müsstest eine serielle Schnittstelle in Software per "bit banging"
nachbilden. Das Senden ist dabei nicht sonderlich kompliziert, aber das
Empfangen. Da die serielle Schnittstelle asynchron, also ohne
eigenständiges Taktsignal arbeitet, musst sie eintreffende Bits ohne
jedwede Synchronisationsmöglichkeit detektieren. Das geschieht durch
ein wesentlich häufigeres Überprüfen des Eingangspegels, als die
eigentliche Datenrate; üblich ist hier das 16fache der verwendeten
Baudrate.
Das müsstest Du in Software nachbilden; da vermutlich auf Deinem
Rechner ein Betriebssystem läuft, wirst Du nicht direkt mit der
Parallelporthardware kommunizieren können, sondern das ganze über einen
Devicetreiber o.ä. machen müssen.
Unter Windows wird da auch aus Gründen des Schedulers eine maximale
Abtastrate von 1 kHz realisierbar sein - was einer Datenrate von
atemberaubenden 62.5 Baud entspricht.

Fazit:
Vergiss es.

Im übrigen haben Notebooks auch üblicherweise keine
Parallelschnittstellen mehr, wo willst Du da also etwas anschließen?

Besorge Dir einen USB-Seriell-Adapter; besser noch, besorge Dir einen
FT232 und baue den USB-Seriell-Adapter selber, dann kannst Du auf
V24-Pegel verzichten und Deine µC-Schaltun direkt mit TTL-Pegeln an den
FT232 anschließen.
Gast #256050
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Den Drucker der letzten paar Jahre, der weder USB noch Ethernet kann,
denn möchte ich mal sehen. Und für solche seltene Exemplare gibt's
wiederum USB/Parallel Adapter. So ziemlich die einzig bisweilen noch
unverzichtbare Nutzanwendung echter paralleler Schnittstellen sind
diverse ISP/JTAG/usw Adapter von Microcontrollern und PLDs. ;-)
Gast #256051
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> Da die serielle Schnittstelle asynchron, also ohne
> eigenständiges Taktsignal arbeitet.

So etwas hatte ich mir schon gedacht. Danke für die Info.
Bin leider nicht in der Zeit gross geworden als man UARTS
noch selbst in den Rechner gelötet hat.

Ich benutze kein Windows was aber schätze ich mal trotzdem
keine besonderen Performance steigerungen erwarten lässt.

Und das ist auch gleichzeitig das Problem was ich mit diesen
Adapterkabeln alla. USB->RS232 habe. Sie funktionieren u.U
unzureichend (unter nicht Windows plattformen).

Das die FTDI
einen guten support haben habe ich schon gesehn.
Ist allerdings nichts was ich noch an einem Sonntag nachmittag
eben implementieren kann.

Aber danke für die Anregungen!
Gast #256053
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> So ziemlich die einzig bisweilen noch
> unverzichtbare Nutzanwendung echter paralleler Schnittstellen sind
> diverse ISP/JTAG/usw Adapter von Microcontrollern und PLDs. ;-)

Was mich auch animiert hat dieses Notebook zu erwerben.
Habe parallele Programmer für meine AVRs und CPLDs (JTAG).

Debugger für die AVRs wäre aber auch nicht schlecht.

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