Ich würde gerne in die FPGA-Welt einsteigen und zwar mit folgendem Buch:
CHU, Pong P. (2008) FPGA Prototyping by VHDL Examples. Xilinx Spartan-3
Version [Wiley]
Welches Board passt genau zu dem im Buch verwendeten? Im Buch steht,
dass die Designs auf dem Digilent Spartan-3 Starter board basieren, es
werden aber auch verwendbare Alternativen genannt, wo dann hier und da
Anpassungen vorzunehmen sind.
Da ich ganz am Anfang stehe, ist es für mich wichtig, dass ich nicht
gleich um die Ecke denken muss aufgrund Unterschiede im Board-Design.
Deshalb meine Frage: was ist das Board, dass dem Buch am besten
entspricht? Handelt es sich dabei vielleicht um folgendes:
http://shop.trenz-electronic.de/catalog/product_info.php?products_id=183&language=de
Und was benötige ich noch zusätzlich, damit ich loslegen kann?
flynn schrieb:> CHU, Pong P. (2008) FPGA Prototyping by VHDL Examples. Xilinx Spartan-3> Version [Wiley]> Welches Board passt genau zu dem im Buch verwendeten?
Da passt eigentlich nicht mal die verwendete FPGA-Architektur... :-(
Beitrag "Re: Suche VHDL Buch"
Sichtwort: Asynchroner Reset. Der passt nicht zum Spartan 3!
flynn schrieb:> Da ich ganz am Anfang stehe, ist es für mich wichtig, dass ich nicht> gleich um die Ecke denken muss aufgrund Unterschiede im Board-Design.
Fang am besten mit einem einfachen Board an. Das war das Digilent-S3
Board: nicht zuviel Schnicksachnack. Denn alle Komponenten, die du auf
eine gut bestückten Board NICHT verwendest (und das sind am Anfang fast
alle) MÜSSEN deaktiviert werden. Sonst passiert es dir u.U. dass zwei
externe Komponenten und das FPGA gleichzeitig irgendwelche Pegel auf
eine gemeinsame Leitung legen. Dann verliert einer, wird heiß und
anschliessend evtl. defekt.
Ich würde hier das BASYS-Board als würdigen Nachfolger empfehlen.
http://www.digilentinc.com/Products/Detail.cfm?Prod=BASYS
Und ich würde auf jeden Fall ein zweites Buch zum Gegenlesen empfehlen.
Bei deinem werden ein paar Dinge einfach als Gottgegeben angenommen...
EDIT:
> Handelt es sich dabei vielleicht um folgendes:> http://shop.trenz-electronic.de/catalog/product_in...
Richtig, das isses...
> Und was benötige ich noch zusätzlich, damit ich loslegen kann?
Eine "richtige" parallele Schnittstelle am Rechner wegen des
JTAG3 Programmierungskabel (Digilent Low-Cost Parallel Port to JTAG
Cable)
Zunächst vielen Dank für die Hinweise!
Genau, das S3 Board suche ich (und dachte, dass der von mir angeführte
Link diesem entspricht - aber dem ist wohl anscheinend doch nicht so!).
Gibt es dieses Board noch irgendwo zu erwerben?
Das Basys Board wird auch als Alternative genannt, doch gibt es einige
Abweichungen und wäre vielleicht deshalb eher meine zweite Wahl? Ich
zitiere aus dem Buch:
"The Basys board is a simpler board. It lacks the RS-232 connector.
To implement the UART module and the serial interface discussed in
Chapter 7, we need Digilent’s RS-232 converterperipheral module. The
Basys board has no external memory devices, and thus the discussion of
the memory controller in Chapter 10 is not applicable."
Die parallele Schnittstelle etabliere ich über meinen Express Card slot
und dachte dabei an folgendes Produkt:
http://www.amazon.de/Delock-Express-Card-Parallel-66220/dp/B001H8N0YC/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1306947568&sr=8-2
Damit sollte es klappen, oder?
Gerne würde ich auch noch eine Buchempfehlung zum Gegenlesen annehmen :)
flynn schrieb:> Gerne würde ich auch noch eine Buchempfehlung zum Gegenlesen annehmen :)
Reichardt&Schwarz VHDL-Synthese
flynn schrieb:> Die parallele Schnittstelle etabliere ich über meinen Express Card slot> und dachte dabei an folgendes Produkt:
Kauf dir für das Geld eher gleich einen USB-Adapter...
Achtung: Beim Basys-Board ist zwar einer mit dabei, der ist aber nich
mit Impact kompatibel. Kauf dir leichter einen Nachbau aus China für 40
Euro wie z.B. den bei ebay 280661406006
... Danke für den Tip und den Link!
Nachdem ich verschiedene Eval-Boards miteinander verglichen habe, denke
ich, dass für mich das Basys2 durchaus geeignet ist.
Dazu noch eine Frage: kennt jemand die Einführungsliteratur von Haskell
& Hanna, die sich u.a. auf das Basys Board bezieht:
http://www.digilentinc.com/Products/Catalog.cfm?NavPath=2,729&Cat=14
Hat schon jemand mit den Büchern gearbeitet und kann Haskells Bücher
dazu empfehlen?
hallo,
denke es passt dazu wenn ich mich hier gleich dazu hänge,
ich würde mich auch gerne in sachen wie mikroprozesser weiterbilden.
Mein Vorwissen(umfangreiche Elektronik,Programmiern von µCs(C51,AVR) und
C/C++)
meine konkrete Frage, was ist sinnvoller, FPGA lernen oder ARM ??
flynn schrieb:> Da ich ganz am Anfang stehe, ist es für mich wichtig, dass ich nicht> gleich um die Ecke denken muss aufgrund Unterschiede im Board-Design.
Ohne Dich enttäuschen zu wollen, kann ich Dir sagen, dass meines Wissens
momentan kein FPGA-Buch auf dem Markt die modernen Xilinx FPGAs wirklich
gut erklärt oder gar vollständig abdeckt. Leider werden auch noch
veraltete Techniken wie das asynchrone Reset verwendet, die für moderne
FPGAs ungünstig sind. Die Verwendung von DCMs etc. wird überhaupt nicht
erwähnt.
Um die Ecke denken muss man immer, da sich nicht nur die FPGAs oft im
Detail unterscheiden, sondern auch die Xilinx-Dokumentation IMHO für
Anfänger oft sehr viel, sehr zerstreut, sehr unverständlich und manchmal
sogar irreführend ist. Xilinx bietet übrigens sogut wie keine Hilfe oder
Leitfäden für seine Produkte, die wirklich für Anfänger geeignet sind.
Dabei wäre das durchaus machbar - vgl. Lothar Miller
(http://www.lothar-miller.de). Aber entweder will Xilinx mit solchen
Grundlagen viel Geld verdienen (siehe FPGA-Kurse die meines Wissens auch
nicht das gelbe vom Ei sind) oder sie sind nicht daran interessiert,
dass sich "kleine Leute" mit deren Produkte beschäftigen oder sie sind
einfach unfähig, Grundlagenwissen zusammenzufassen. Die kostenlosen
Webcasts von Xilinx sind leider entweder pure Werbung, kurze Übersichten
mit wenig Aussagekraft oder handeln wiederum Details ab, die nur 1% der
Profis wirklich interessieren.
Aber mit viel Zeit, starken Nerven und nach genauem Studieren vieler
Beiträge in Foren wie diesem kann man sich durchaus zurecht finden.
Falls jemand übrigens denkt, dass Mikrocontroller kompliziert genug
seien, wird am Ende feststellen, dass FPGAs viel viel komplexer sind -
hier entwickelt man nämlich Hardware und in dieser Hardware läuft alles
parallel ab und die Zusammenhänge sind sehr komplex. Nur nicht aufgeben!
Grüße,
Anguel
Anguel S. schrieb:> Falls jemand übrigens denkt, dass Mikrocontroller kompliziert genug> seien, wird am Ende feststellen, dass FPGAs viel viel komplexer sind -
Nicht unbedingt komplexer.
Aber sie sind grundlegend anders: mit einem FPGA kann ich einen uC (in
der Struktur und Funktion) nachbilden. Andersrum geht das nicht...
Und weil diese beiden (uC und FPGA) so grundverschieden sind, MUSS
zwingend auch die Denkweise für deren Einsatz eine ganz andere sein.
Danke für die Orientierung, Anguel.
Ach, wenn es doch ein Tutorial zu FPGA à la "AVR-Tutorial" hier im Forum
geben würde. Aber dazu ist wohl die FPGA/HDL-Materie noch zu exotisch.
Ich habe noch keine Zeit gehabt die Tutorials durch zuarbeiten , aber
vielleicht ist das etwas für einen SPARTAN 3E Besitzer von Digilent:
http://www.cosmiac.org/spartan3e_tutorials.html
Schönen Gruß...
Peter ... schrieb:> Ich habe noch keine Zeit gehabt die Tutorials durch zuarbeiten , aber> vielleicht ist das etwas für einen SPARTAN 3E Besitzer von Digilent:>> http://www.cosmiac.org/spartan3e_tutorials.html
Ich hatte die damals, wo ich noch ganz am Anfang stand, mal angeschaut,
aber so richtig verständlich und lehrreich fand ich sie nicht :(