Linux - automatisches Bauen

Gast #3750655
Lesenswert?

Wann immer man unter Linux etwas von der Quelle bauen möchte, configure 
-> make -> make install, dann ist es fast immer so, daß es wegen 
irgendetwas abbricht, das es selbst beheben könnte.

Etwa: "Version von XYZ ist 2.6, 2.7 wird benötigt". Ich denke mir, "Ja 
dann hol es dir doch, installiere es und mach weiter".

Welche Programme gibt es, die nur bei gravierenden Problemen abbrechen 
und ansonsten etwas Intelligenz zeigen?
Gast #3750657
Lesenswert?

Im Extremfall würde dadurch ein anderer Dienst crashen, daher hat es 
schon einen Grund wieso ein manueller Eingriff erforderlich ist. 
Ansonsten wurden die paketmanager aus diesem Grund entwickelt...
#3750660
Lesenswert?

alouette schrieb:
> Welche Programme gibt es, die nur bei gravierenden Problemen abbrechen
> und ansonsten etwas Intelligenz zeigen?

bei den Debian basierten Distributionen gibt es für alle binär 
verfügbaren Pakete auch die Möglichkeit diese Pakete aus den Quellen zu 
bauen. Dazu wird aber ein definiertes Package-File benötigt welches auch 
genau diese Abhängigkeiten beschreibt. Ohne diese Package Beschreibung 
musst du das manuell über die Doku bzw. die Fehlermeldungen 
herausfinden.

Andere Distributionen wie gentoo können das auch. Das A und O ist daher 
der Paketmanager und dessen Infrastruktur.

siehe dazu https://wiki.debian.org/apt-src

  Michael
Gast #3750685
Lesenswert?

alouette schrieb:
> Wann immer man unter Linux etwas von der Quelle bauen möchte, configure
> -> make -> make install, dann ist es fast immer so, daß es wegen
> irgendetwas abbricht, das es selbst beheben könnte.
>
> Etwa: "Version von XYZ ist 2.6, 2.7 wird benötigt". Ich denke mir, "Ja
> dann hol es dir doch, installiere es und mach weiter".
>

Wenn - ohne dein explizites Einverständnis - das System einfach blind 
umkonfiguriert würde, dann hiesse es Windows und nicht Linux! ;-)
#3752282
Lesenswert?

alouette schrieb:
> Gibt es die auch für kopflose Konfigurationen?

Es gibt sie ausschließlich textbasiert. Die grafischen Paketmanager die 
bei vielen Distros dabei sind (Ubuntu Software Center etc) sind nur 
grafische Frontends für die Paketmanager.

Je nach Distro sind die Paketmanager (Liste von mir geläufigen):
 - Debian-artig: apt-get bzw. aptitude
 - Arch: pacman
 - Redhat/Fedora: yum
 - OpenWrt: opkg

Einfach Terminal-Emulator (oder SSH, telnet, UART was auch immer) öffnen 
und das jeweilige Kommando eingeben. Zur Bedinung "paketmanager --help", 
"man paketmanager" oder halt Google.
Gast #3752306
Lesenswert?

Programme selbst kompilieren ohne Paketmanager ist nur sehr selten 
nötig. Meist übernimmt das der Paketmanager. Beispielsweise gibts unter 
Gentoo das Programm "emerge". Alles was zusätzlich benötigt wird, wird 
auch kompiliert und installiert.

Das kompilieren der Sources ist ebenfalls nicht immer notwendig und auch 
aufwändiger: Du brauchst die ganzen Abhängigkeiten der Pakete. Wenn du 
nur die Binary verwenden willst hält sich das aber eher in Grenzen.

> Welche Programme gibt es, die nur bei gravierenden Problemen abbrechen
und ansonsten etwas Intelligenz zeigen?
Fehlende Dependencies SIND ein gravierendes Problem, das schon während 
configure entdeckt wird. Wenn du es rausnimmst, dann kracht es 
spätestens beim kompilieren.
Gast #3753444
Lesenswert?

alouette schrieb:
> Und was tun, wenn apt-get trotz apt-get update und apt-get upgrade die
> alte Version nur kennt?

"alt" bezogen auf was? Die neueste Version upstream oder die
aktuelle Version der verwendeten Linux Distribution?

Bei debian stable (momentan wheezy) wird mit apt-get die
Version, die vor dem "freeze" aktuell war, installiert.
Das "freeze" war einige Monate vor Mai 2013.

Die Software in wheezy ist gut getestet und stabil, ohne
triftigen Grund (z.B. neue HW) bedeutet "neuer" nicht unbedingt 
"besser".

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren