Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Ist dieses Oszilloskop gut? Voltcraft DSO6084E


von .Gast (Gast)


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Ich überlege mein altes HAMEG Analog Speicheroszilloskop zu ersetzen und 
bin auf dieses Voltcraft DSO-6084E Oszilloskop aufmerksam geworden.

https://www.conrad.de/scripts/wgate/zcop_bilder/!?show_artnum=1890139

Ich habe bereits den Beitrag hier im Forum gelesen:

Beitrag "Voltcraft DSO6084E Erfahrungen?"

,bin dadurch aber nicht viel schlauer geworden.
Bei einer suche nach dem vergleichbaren OWON XDS30xx finde ich irgendwie 
nur Geräte mit einem höheren Preis.


Meine Frage: Hat das Voltcraft Gerät ein gutes Preis / 
Leistungserhältnis?
Gibt es Dinge, welche ich übersehen habe, auf welche ich achten sollte?


Interessant für mich bei diesem Gerät waren:
4 Kanäle (meine zwei Kanäle bei meinem alten Messgerät wurden manchmal 
schon knapp)
Logikanalyzer für verschiedene Bus Systeme
Anbindung an Computer per LAN (Spielerei, kann aber recht praktisch sein 
für Screenshots).
Zoomen durch Gesten hört sich auch gut an (Spielerei), anstelle immer an 
den Knöpfen rum zu drehen.

: Verschoben durch Moderator
von Dr.No (Gast)


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@Moderator: bitte loeschen da Trollbeitrag.


Die Lösung hat der TO bereits gepostet .

von .Gast (Gast)


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Ich war ein wenig über deinen Beitrag verwundert ...

Ich habe tatsächlich einen Satz falsch ausgedrückt.


-> Meine Frage: Hat das Voltcraft Gerät für 356 ein gutes Preis /
Leistungserhältnis?
Oder gibt es ggf. auch aus Erfahrung bessere Geräte für ungefähr diesen 
Preis.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Für 356 Euro ist das Einsteigergerät nicht gerade teuer.


mfG

von Anja (Gast)


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.Gast schrieb:
> Logikanalyzer für verschiedene Bus Systeme

da werden die 40kSamples an Speicher aber ganz schnell ganz knapp.

Wenn es nur ein Ersatz für ein defektes Analoges Gerät ist dann reicht 
das eventuell. Aber ansonsten würde ich mindestens 1-10 MSamples 
Speicher / Kanal haben wollen.

Gruß Anja

von Martin L. (makersting)


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Den Ersatz des alten Analogen durch ein Digitales hatte auch ich vor, 
letzendlich nutze ich nun beide. M.E. sind die Digitalen in der 
Bedienung umständlicher, da greife ich fürs 'eben Angucken' lieber noch 
zum analogen Oszilloskop. Also nicht zuviel erwarten.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6177358 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Dieter (Gast)


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In Unkenntnis Deines analogen Hameg, hat das Voltkraft mindestens die 
gleiche Anzahl an Kanaele und obere Grenzfrequenz?
Hat das Hameg von den Daten an sich gereicht?

Pruefe Deine Moeglichkeiten die Daten galvanisch getrennt zum PC zu 
bringen. Nach Murphy, passiert einem gerade nur in solchen Situationen 
ein Lapsus, der dann auch den PC/Notebook/Tablette mitreisst.

von Wnoonnxjlhkq Q. (agast)


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Leider wurde dieses Thema in ein Forum geschoben, wo ich ohne Account 
nicht mehr antworten kann, daher bin ich nun leider erst mal ein stiller 
Mitleser.


Nachdem sich ein wenig was gesammelt hat bzw. gute Info gekommen sind 
kann ich dann auch immer mal hier schreiben.


> Logikanalyzer für verschiedene Bus Systeme

>da werden die 40kSamples an Speicher aber ganz schnell ganz knapp.

>Wenn es nur ein Ersatz für ein defektes Analoges Gerät ist dann reicht
>das eventuell. Aber ansonsten würde ich mindestens 1-10 MSamples
>Speicher / Kanal haben wollen.

>Gruß Anja

Ich sehe, dass Gerät kat keine 40kSamples, sondern 40.000KSpamles -> 
40MSpamples. Sollte also gut sein.




>In Unkenntnis Deines analogen Hameg, hat das Voltkraft mindestens die
>gleiche Anzahl an Kanaele und obere Grenzfrequenz?
>Hat das Hameg von den Daten an sich gereicht?

>Pruefe Deine Moeglichkeiten die Daten galvanisch getrennt zum PC zu
>bringen. Nach Murphy, passiert einem gerade nur in solchen Situationen
>ein Lapsus, der dann auch den PC/Notebook/Tablette mitreisst.

Mein bisheriges Oszi ist ein Hameg HM305 mit 30MHz und im Digitalbetrieb 
bis 5us / DIV.
Ich hatte nicht selten das Problem, dass meine schönen Rechtecksignale 
auf dem Oszilloskop nurnoch als "Hückel" zu erkennen waren obwohl diese 
immernoch Rechtecke gewesen sein sollten.

Die zwei Kanäle waren immer dann unschön wenn ich zwei Signale anschauen 
wollte mit externem Trigger.
Das Galvanisch getrennte ist ebenfalls interessant, ich meine fast 
irgendwo gelesen gehabt zu haben, dass es welche mit W-Lan gibt.

: Bearbeitet durch User
von unke (Gast)


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Wnoonnxjlhkq Q. schrieb:
> Das Galvanisch getrennte ist ebenfalls interessant, ich meine fast
> irgendwo gelesen gehabt zu haben, dass es welche mit W-Lan gibt.

Die 230V Versorgung mit dem Schutzkontakt nicht vergessen.

von .Gast (Gast)


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Ich habe mich nach einiger Zeit nun dazu entschlossen dieses Gerät zu 
kaufen und gebe hier mal meinen Senf ab:



Erster Eindruck:
Grandioses Gerät, solide, gut zu bedienen, jede Menge funktionen und die 
40MSamples Speicher ....

Zweiter Eindruck:
Hmmm ... teilweise langsame Bedienung

Dritter Eindruck:
Wird zurückgesendet.


Das Gerät macht zunächst das, was beworben wird und ist wirklich super, 
wenn man es nutzt.

Nachdem ich es ein wenig genutzt habe wollte ich natürlich auch erst mal 
ein wenig Spielen um mich besser mit dem Gerät vertraut zu machen.
Dabei ist mir aufgefallen:

Der Touchscreen ist ganz angenehm um das Menü zu bedienen, zum Scrollen 
oder zoomen aber komplett nutzlos aufgrund der Verzögerung und ungenauen 
Bedienung.

Das dunklere darstellen der letzten Wellenformen wie bei einem Analogen 
Oszi geht "nur" bis einer Speichertiefe von 1.000Punkten, darüber gibt 
es nur Linien auf voller Intensität.

Das aufzeichnen größerer Datenmengen im Decode Modus friert das Oszi 
quasi ein und macht die Bedienung unmöglich ... es kann gerne mal 
1Minute dauern bis der Tastendruck angenommen wird.

Die Nutzung der USB und LAN Schnittstelle fand ich auch sehr interessant 
aber hier bekommen man auch "nur" eine Aktualisierung alles zwei 
Sekunden wenn man USB nutzt und LAN ist sehr sehr viel langsamer. Hinzu 
kommen, dass die Verbindung per USB sehr instabil ist und man bei jedem 
zweiten mal Verbinden das USB Kabel einmal rausziehen und wieder 
einstecken muss.
Nicht zu vergessen ist dass das Oszi während der Datenübertragung 
zwischen diesem und dem Computer nicht bedienbar ist.


Unter einigen Einstellungen wird mein Signal plötzlich nicht mehr 
angezeigt (bestimmte V/Div bei bestimmten Zeiteinstellungen).

Auslöser für die Rücksendung ist die zeitweise nicht funktionierende 
Bedienung, die schlechte Verbindung zum Computer (Was ich sehr 
interessant gefunden hätte), sehr langsames Decoden von Bussystemen und 
dass es während des Spielens mehrfach vor kahm, dass mir plötzlich kein 
Signal mehr dargestellt wurde.

von Hmm (Gast)


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Bei meinem Siglent verschwand auch manchmal das Signal bei einer 
bestimmten Einstellung (war manchmal die ideale Einstellung  :-) ).

von .Gast (Gast)


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Der Fairness noch mal ein Update:

Ich habe jetzt das Rigol DS1054Z bekommen und muss sagen, dass ich dem 
Voltcraft ein wenig unfair gegenüber war.

-> Das Voltcraft wird doch nicht zurückgesendet sondern das Rigol.

Größter Manko war für mich die Bedienung während des Decodieren. 
Herausgestellt hat sich, dass man niemals 40MSamples beim Dekodieren 
nutzen kann, da die Zeiteinstellung maximal 100ms/DIV sein darf. Bei 
längeren Zeiteinstellungen kann irgendwie nicht mehr Dekodiert werden.
Hier reichen eigentlich 100k oder 1M aus um das volle Potential zu 
entfalten was es mir erlaubt hat über 5000 UART Zeichen zu dekodieren.

Bei dem Rigol ist es leider so, dass die Samplingrate automatisch 
gesetzt wird, je nachdem wie nah man reingezoomed hat und due Nachricht 
auch nur über den Anzeigebereich decodiert wird was dazu führt, dass ich 
keine 20 Zeichen dekodiert bekomme. Wenn ich weiter rauszoome um mehr 
Zeichen zu dekodieren wird die dekodierung fehlerhaft.


Computeroberfläche: Weiterhin nicht schön. War beim Rigol ein wenig 
besser aber auch nicht ganz das womit ich zufrieden Arbeiten würde.


Ich sagte zuvor der Touchscreen ist "recht nett", muss jetzt aber nach 
Nutzung des Rigol sagen, dass es die Bedienung um einiges einfacher und 
angenehmer macht.


Was mir zwischenzeitlich zusätzlich negativ am Voltcraft aufgefallen 
ist, ist dass es wohl keine Optionen gibt die Busparameter genau ein zu 
stellen. Beim UART gibt es beispielsweise keine Möglichkeit ein zu 
stellen ob das Signal MSB First oder LSB First ist. Außerdem muss ich 
ein normales UART Signal als Invertiert auslesen. Diese Einstellungen 
sind nicht in der Dekodierungsoption enthalten sondern müssen über den 
Trigger eingestellt werden.


Als letztes ist mir beim direkten Vergleich die Größe des Bilschirms 
extremst positiiv aufgefallen. Das Voltcraft nutzt fast dden gesamten 
4:3 ähnlichen 8" Bildschirm.
Das Rigol hat einen breiteren 7" Bildschirm wodurch das Bild schon mal 
viel weniger hoch ist, hat dann aber noch rechts und links die Menüs 
dauerhaft eingeblendet was in dem Breitbild nur ein 4:3 ähnlichen 
Bereich für die Signaldarstellung zulässt.


Sollte jemand Wissen, wie man bei dem Voltcraft den Decoder bei einer 
Zeitbasis von >100ms/Div nutzt lasst es mich wissen. Vom Speicher 
sollten fast 32Sekunden an 9600Baud Daten aufgenommen werden können.

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