https://www.voelkner.de/products/100454/Siemens-3NX1013-NH-Aufsteckgriff-Passend-fuer-Sicherungen-Sicherungsgroesse-000-4.html?ref=43&utm_source=google&utm_medium=organic&utm_campaign=fpla&gclid=CjwKCAjwybyJBhBwEiwAvz4G75ACJS1fK1nu3HUJkoSNDQ1rI2yAJxOx1ExlPsvniG6nIzSwjWaNiBoCZh4QAvD_BwE Selbst mit Stulpe reicht das ja nicht aus als Schutzausrüstung für das Arbeiten an NH-Sicherungen, abgesehen davon dass man da sowieso nicht ran darf. Aber so ein nacktes Ding? Kann doch eigentlich nur den ambitionierten Heimwerker ansprechen. Bin ja bekanntermassen kein Freund von immer mehr verbieten, aber hier fällt mir wirklich nichts ein.
Normalerweise sollte der Sicherungskasten verplombt sein. Ich hätte auch Respekt vor eventuellen "Schweißperlen", die nicht von mir stammen.
Mit Deiner Gefahrenanalyse hat Du absolut recht. Insbesondere nutzen dass dann die Leute, die es lieber lassen sollten. Die finden aber nach Verbot auch andere Spielzeuge oder fahren besoffen Auto. Eine Verbotskultur ist aber nicht Zielführend. Man bekommt in diesem Land mittlerweile auch keine Batteriesäure mehr für meine Oldtimer-Batterien, da diese von Menschen aus anderen Kulturkreisen zu oft zur Gesichtsbehandung abtrünniger Ehefrauen verwendet wurde... . Auch andere nützliche und sinnvolle Chemikalien wurden aus dem Handel genommen. Dann gibt es bald nur noch rosa Wattebällchen zu kaufen. Kettensägen sind ja auch ohne Schutzkleidung oder Einweisung gefährlich - aber käuflich zu erwerben. Zurück zum Griff: Für manche Anwendungen wäre soetwas aber schon nutzbar, ich habe hier zum Beispiel Stromschienen mit NH Sicherungen als Abgänge zu Unterverteilungen mit 63A CEE - Steckdosen. Die Stromschiene ist über einen dicken 100A Hauptschalter freischaltbar. Genau dort lag seit Errichtung vor 35 Jahren auch so ein "Selbstmördergriff" auf der Verteilung dabei, wurde aber nun durch ein Exemplar mit angebautem Handschuh ersetzt, falls ich doch mal die Vorsicherungen im Nachzählerbereich mit 80/100A tauschen muss.. Selbiges gilt für die sekündärseitige Gleichspannungs-Vorsicherung in meinem Gabelstpler-Ladegerät. Da braucht man auch keinen Handschuh. ---- Verbieten ist schwierig, dass machen manche scheinbar schon von selbst: Mir hat es letztens schon gereicht, dass der ansonsten gut sortierte Hornbach als meine "Universal Schnellvorbeifahr Lieferquelle" auf seiner österreich-Internetseite NH Sicherungen führt, hier in Deutschland diese aber nicht verkauft. Statt einen Karton schnell im Einkaufswagen zu versenken war Bestellen und Warten angesagt. vg
Die Stulpe allein kostet ca. 128€ https://www.voelkner.de/products/100455/Siemens-3NX1014-NH-Aufsteckgriff-mit-Stulpe.html?itm_source=info&itm_medium=topseller-slider&itm_campaign=100455
H.Joachim S. schrieb: > Selbst mit Stulpe reicht das ja nicht aus als Schutzausrüstung für das > Arbeiten an NH-Sicherungen, abgesehen davon dass man da sowieso nicht > ran darf. Ich habe mal die 50A-Sicherung meiner eigenen Wohnung mit einem solchen Sicherungszieher gewechselt. Probleme, die eine Schutz- ausrüstung erfordern, können ja eigentlich nur auftreten, wenn ich die Sicherung unter Last wechsele. Da es meine eigene Woh- nung war, konnte ich das aussschliessen. Übrigens habe ich die neue Sicherung problemlos beim Elektriker um die Ecke kaufen können. Ich glaube, der hat mich noch nicht einmal gefragt, ob ich einen Sicherungszieher habe.
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Ich hab auch mal die 3 Hauptsicherungen 275A ziehen müssen, weil ein Sicherungshalter für 100A zum Brennofen bratzelte. Spektakuläre Funken, wie in den YT-Videos gab es nicht. Ich habe aber einen Arbeitshandschuh (Rindsleder) angezogen. Das waren noch die alten Schaltkästen aus Grimma mit den Pappabdeckungen der Klemmstellen.
Achim H. schrieb: > Die Stulpe allein kostet ca. 128€ Also mir werden 137,28 angezeigt. Die haben wohl mitgekriegt, daß ich von Dir angeworben wurde ;-)
Jens G. schrieb: > Achim H. schrieb: >> Die Stulpe allein kostet ca. 128€ > > Also mir werden 137,28 angezeigt. Die haben wohl mitgekriegt, daß ich > von Dir angeworben wurde ;-) Rund 128,- für die Stulpe, gut 9,-€ für den Griff.. :-)
Ist doch gut das man solch einen Griff frei kaufen kann. Braucht man die Wasserpumpenzange nicht mehr nehmen
Dirk L. schrieb: > Ist doch gut das man solch einen Griff frei kaufen kann. > Braucht man die Wasserpumpenzange nicht mehr nehmen Zu DDR-Zeiten konnte ich als Schüler keinen Schukostecker kaufen, sondern nur 2-polige. Schukostecker durften nur an Elektriker abgegeben werden. Kein Problem, hab ich den gelb/grünen Draht eben abgezwackt. Das Gehäuse mußte man auch noch etwas abfeilen, war noch dieses schwarze haltbare Duroplast. Man beseitigt Gefahren nicht durch das Vorenthalten von passendem Werkzeug, sondern erhöht sie damit nur.
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> Selbiges gilt für die sekündärseitige Gleichspannungs- > Vorsicherung in meinem Gabelst[a]pler-Ladegerät. > Da braucht man auch keinen Handschuh. Da besteht aber auch keine Notwendigkeit, sie unter Last zu ziehen oder zu stecken. Das Ladegerät kann man vorher abschalten und Akku sowie den Netzstecker abziehen. Dann ist diese Sicherung (nach Entladung etwaig vorhandener Kondensatoren bevor irgendjemand meckert) spannungsfrei und ich könnte sie rein theoretisch mit einer Wasserpumpenzange herausoperieren. Problematisch ist's wenn man Straßenzüge frei- oder wieder zuschalten muß, da sollte man schon eine gute Stulpe haben. Wer will da erst durch jedes Haus rennen und die einzelnen Anschlüsse freischalten? Die großen Störlichtbögen, vor denen alle Angst haben wenn man solche Sicherungen unter Last ziehen muß, bleiben zwar meistens aus - aber wenns doch mal passiert, schlimmstenfalls Lichtbogen-Zündung zwischen zwei Phasen der speisenden Stromschiene, dann kommt man unversehrt mit dem Schrecken davon. Oder wem mal so eine 250..630A Sicherung beim Einstecken um die Ohren geflogen ist, der weiß auch was ich meine. Der weiß dann auch wozu Jacke und Gesichtsschutz zur Schutzausrüstung gehören. Dann muß man doch ein paar Häuser ablaufen und freischalten... Was man evtl. noch sagen sollte - das wichtigste ist, daß solche Sicherungen nichts für ängstliche Gemüter sind. Die Dinger mögen's grob. Also beim Ziehen nicht irgendwie langsam probieren sie herauszuwackeln, sondern so schnell wie's geht herausreißen. Dann zieht man auch keine langen Störlichtbögen. Beim Einstecken auch nicht kracks-blitz-knister-knister irgendwie reinzittern, sondern einseitig unten ansetzen (Achtung, Sicherung führt dann an beiden Messerkontakten Spannung) und dann mit Schmackes reinrammen. Edit: Denke aber an sowas werden sowieso keine Laien herumspielen und für die (die daran herumspielen wollen) ist dieser Beitrag auch nicht gedacht, sondern nur als reine Info wie's geht. Für Laien könnte man sich drüber streiten ob da NH-Sicherungstrennschalter eine gute Option wären, viele sehen auch das eher kritisch.
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Dirk L. schrieb: > Braucht man die Wasserpumpenzange nicht mehr nehmen Nimmt man da nicht zwei Wasserpumpenzangen, für jeden Kontakt eine, und zieht mit beiden Händen? :-)
H.Joachim S. schrieb: > aber hier fällt mir wirklich nichts ein. Nicht nur Dir, wieso muß man für solchen Quatsch einen Thread aufmachen? Ich möchte kaufen können, was ich will - wenn mir bei der Benutzung etwas passiert, habe ich Pech gehabt. Diese Vollkaskomentalität, jeden Idioten gegen alles beschützen zu müssen, kotzt mich an. Bei mir liegen NH-Sicherungen und ein Aufsteckgriff ähnlicher Bauart im Schrank, man weiß ja nie, ob es die doch mal zerlegt. Meine Angst wäre dabei recht begrenzt, da ich meine Anlage kenne und natürlich in der nachgelagerten Verteilung lastfrei schalten könnte.
Hm. Schön und gut, aber wenn so eine Sicherung von Deinem Hausanschluss fliegt, solltest Du auch die Verteilung prüfen ob da drin irgendwelches Unheil passiert ist. Wenn man das nicht macht, so YOLO - passt schon wenn man alle LSS auschaltet, braucht man nach dem Einsetzen der neuen Sicherung evtl. frische Unterwäsche.
Warum sollte es nicht frei verkäuflich sein? Es gibt genug andere (nützliche) Dinge zu kaufen, die mehr Unfälle verursachen. Natürlich gibt es Ausnahmen: Ich möchte es mal gutheißen, das es hierzulande legal kein Sturmgewehr zu kaufen gibt. Aber ansonsten haben wir seit der Zeit das Bild des mündigen Menschen und man darf ihm daher auch etwas Eigenverantworlichkeit auferlegen. Natürlich ist das bei manchen Zeigenossen ein Fehler, aber dafür die große Mehrheit mit Verboten zu bestrafen ist ein Fehler. Dazu möchte ich noch anmerken: Ich vermute ein Großteil der Bevölkerung weiß weder was eine NH-Sicherung ist, noch das es den entsprechenden Griff dafür gibt.
Harald W. schrieb: > Nimmt man da nicht zwei Wasserpumpenzangen, für jeden Kontakt eine, > und zieht mit beiden Händen? :-) ne, der Witz ist ja, dass man die Klemmweite öffnen kann und dann kann man direkt am Keramikkörper anfassen. Braucht man nur eine Zange und isoliert ists auch :) (Muss es auch sein, da man ja mit beiden Händen dran ziehen muss.) Ansonsten muss man halt 2 Kombizangen nehmen. p.s.: Dieser Beitrag ist nicht zum Nachmachen geeignet, er steckt voller Ironie.
Sollte man wirklich nicht machen! Selber live erlebt: Eine kleine Werkshalle sollte bis auf eine Leuchte elektrisch ausgeschlachtet werden. Dazu mussten 3 63A-NH-Sicherungen gezogen werden. Kein Griff mit Handschuh vorhanden. Ausser ein paar Lampen keine Last. Also zog der Elektriker mit zwei Kombizangen die Sicherungen. Funktionierte tadellos! ABER: Beim Wiedereinsetzen der Sicherungen mit den Kombizangen, zwei Sicherungen gingen gut, die dritte wollte aber nicht, schwergängig. Dabei verkantete sich die Sicherung, satter Kurzschluss! Danach war die ganze Welt für den Elektriker eine viertel Stunde lang gelb, also in seinen Augen. Zum Glück war er Brillenträger, denn ein ordentlicher Tropfen verdampftes Metall lag auf dem Brillenglas, wäre direkt ins Auge gegangen. Also bitte immer mit der richtigen Ausrüstung ziehen oder stecken!
Es ist halt immer so eine Sache. Viele Laien sind sich gar nicht bewusst, was das Netz, das vor der Sicherung liegt für eine Engergie liefert, wenn man es beleidigt. So kam auch zum Kollegen die Nachbarin und wollte 80A Sicherungen haben, Sie würde diese selbst einbauen, hätte man schon öfter mal gemacht. Der Kollege verweigerte dies und ging mit. Da hat doch tatsächlich ein alter vergammelter Hauptschalter vor dem Zähler beim Schalten einen Lichtbogen gezogen, über mehrere Außenleiter, die Schrauben der Klemmen waren auch verdampft.... Sah schon Krass aus das Teil. Voelkner kann man immerhin noch als Fachhandel bezeichnen, das Bauhaus nicht und auch da gibt (gab?) es NH-Sicherungen. Den Hinweis: Wer vorsätzlich die an Hausanschlüssen, Zählern,... usw. angebrachten Plomben entfernt,... interessiert auch nicht jeden Kunden. Wie sage ich immer: Bei Gas hat jeder die Hosen voll, bei Strom meint jeder er wäre Elektriker.
H.Joachim S. schrieb: > Selbst mit Stulpe reicht das ja nicht aus als Schutzausrüstung für das > Arbeiten an NH-Sicherungen, abgesehen davon dass man da sowieso nicht > ran darf. Aber so ein nacktes Ding? Kann doch eigentlich nur den > ambitionierten Heimwerker ansprechen. > Bin ja bekanntermassen kein Freund von immer mehr verbieten, aber hier > fällt mir wirklich nichts ein. Ich wär dafür das man dir jeglich Art von Steak Messern verbietet und dich ab sofort nur noch füttert. Wär ja nicht auszudenken wenn du dir den Brokoli selber schneidest :)
Nebenbei: Den identischen Siemens 3NX1014 NH-Aufsteckgriff mit Stulpe , den Völkner für 137,28 € anbietet, gibt es woanders bereits für 27,82 €. https://www.rb-elektroshop.de/Aufsteckgriff-fuer-NH-Sicherung-Gr.-000-bis-4-mit-Lederstulpe._4001869297941.html Verwerflich ist nicht, dass Völkner den "kleinen" ungeschützten anbietet, sondern den geschützten dermassen überteuert anbietet, dass den niemand kauft.
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