Forum: PC Hard- und Software Syn-NAS - Speicherpool vs Volume


von Ralf S. (cmyk61)


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Hallo zusammen,

nach meinem HDD-Crash will ich meine NAS-Konfiguration etwas 
modifizieren.
Es handelt sich um eine Synology DS916+.
Nun stehe ich vor der Frage: 1 Speicherpool und dort dann 4 Volumes 
erstellen oder 4 Speicherpools und jeweils 1 Volume.
Aus der bisherigen Erfahrung möchte ich 3 Platten nach 30 min herunter 
fahren weil dort sehr selten gebrauchte Daten liegen. Die vierte Platte 
soll tagsüber durchlaufen und erst nachts schlafen gehen.

Welche Vorteile/Nachteile haben die beiden Varianten?

Gruß
Ralf

von Timo N. (tnn85)


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Mit 4 Speicherpools hast du doch kein RAID mehr, weil das Synology 
DS916+ "nur" vier Slots hat. Also hast dann auch nur 1 Platte pro 
Speicherpool.

von Ralf S. (cmyk61)


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Timo N. schrieb:
> Mit 4 Speicherpools hast du doch kein RAID mehr, weil das Synology
> DS916+ "nur" vier Slots hat. Also hast dann auch nur 1 Platte pro
> Speicherpool.

Ich benötige kein RAID - das NAS ist schnell genug und ich benötige 
keine 24/7 Verfügbarkeit. Wenn ne Platte hinüber ist wird sie getauscht 
und das letzte Backup aufgespielt.
Ich habe lange mit mir gerungen ob ich RAID benötige oder nicht. 
Letztlich ist mein NAS nur mein Datenklo auf das ich von jedem meiner 
Rechner aus zugreifen kann, ohne eine unübersichtliche Datenredundanz zu 
haben.

Gruß
Ralf

Beitrag #7849613 wurde vom Autor gelöscht.
von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Ralf S. schrieb:
> mein Datenklo

Ja dann, Wenn es richtig müllig sein soll, damit du auch maximal nichts 
von den Möglichkeiten nutzt:

>> 4 Speicherpools und jeweils 1 Volume

von Achim M. (minifloat)


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Hannes J. schrieb:
> Ja dann, Wenn es richtig müllig sein soll,

Kann man nicht 3 Platten zu einem überredundanten RAID machen, dann 
liegt dort eben der dezent wichtigere Kram.

Die verbleibende Platte dann als nicht-gabz-so-wichtig Datengrab.

mfg mf

von Ralf S. (cmyk61)


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> Ja dann, Wenn es richtig müllig sein soll, damit du auch maximal nichts
> von den Möglichkeiten nutzt:

Es ist ja nicht so, dass ich vom NAS nichts nutze:
die Möglichkeit Daten zentral im Netzwerk abzulegen und von unseren 
verschiedenen Rechnern drauf zugreifen zu können.
Das mit den Backups habe ich aktuell mit 2 externen 6TB Platten gelöst. 
Damit wird nach Bedarf wechselseitig ein Backup gezogen.


>>> 4 Speicherpools und jeweils 1 Volume

Ich habe hier noch eine DS216J stehen. Die bekommt eine zweite Platte 
damit alle selten benutzten Daten drauf passen. Die 216 fährt bei 
Nichtnutzung dann runter und bleibt dann sicher tagelang down.
Es ist tatsächlich so, dass hibernating nur je NAS unterschiedlich 
einstellbar ist.
Auf der 916 baue ich dann 2 Platten ein und erstelle 2 Speicherpools mit 
je 1 Volume. Und vom nächsten Gehalt leiste ich mir dann zwei weitere 
Platten und erstelle ein RAID1

von (prx) A. K. (prx)


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4 Pools aus je einer Disk hat 4x feste Größe. Ein Pool aus 4 Disks ist 
flexibel  in Volumes aufteilbar und veränderbar.

: Bearbeitet durch User
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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(prx) A. K. schrieb:

> 4 Pools aus je einer Disk hat 4x feste Größe. Ein Pool aus 4 Disks ist
> flexibel  in Volumes aufteilbar und veränderbar.

Das ist sicherlich korrekt. Geht allerdings an der primären Intention 
des TO auch völlig vorbei.

Es ergibt sich aus dem TO ganz klar, dass sein primäres Ziel ist, 
möglichst wenige HDDs im "Dauerbetrieb" laufen zu lassen, er aber 
mindestens eine im "Dauerbetrieb" braucht.

Und das geht so natürlich nicht.

Also ist klar, dass es mindestens zwei Pools geben muss. Einer für den 
"Dauerbetrieb" (mit einer der HDDs als einziges Volume) und ein 
weiterer, der den Rest der HDDs irgendwie verwurstet.

Und für diesen Rest wird die Wahl der Betriebsart doch ziemlich eng. 
Eigentlich gibt es nur drei Möglichkeiten:
1) Je ein Pool pro HDD
2) Aufspaltung in zwei weitere Pools (einer mit nur einer HDD, der 
andere mit zwei und damit der Möglichkeit für RAID0/RAID1)
3) Ein Pool mit JBOD über die drei HDDs.

Ist aber alles irgendwie sinnlose Scheiße.

Sinnvoll wäre wohl am Ehesten: zusätzliche eine externe Disk über USB 
anschließen (idealerweise SSD statt HDD). Das ist dann, was den 
"Dauerbetrieb" macht. Die internen HDDs normal zu einem RAID5-Pool 
zusammenfassen.

von Normal Z. (normalzeit)


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Ob S. schrieb:
> Es ergibt sich aus dem TO ganz klar, dass sein primäres Ziel ist,
> möglichst wenige HDDs im "Dauerbetrieb" laufen zu lassen, er aber
> mindestens eine im "Dauerbetrieb" braucht.

Mit „Platten nicht laufen“ hat er bei Synology ohnehin Pech, da das DSM 
(Betriebssystem) immer als RAID-1 über alle Platten eine eigene 
Partition hat und damit alle Platten immer laufen müssen – auch wenn der 
TO nur auf den Speicherpool auf der HDD-1 zugreift.

: Bearbeitet durch User
von Ralf S. (cmyk61)


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Kurze Rückmeldung:

die ich nutze die DS216J als Massenspeicher für selten gebrauchte Daten 
- legt sich nach1h schlafen.
Die DS916+ wird zum RAID1 umgerüstet.
Und 2 externe Platten dienen als Backup.

Gruß
Ralf

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