Hallo Ihr, ich muss Mal ein bisschen Frust loswerden. Eigentlich bin ich ganz froh, dass ich in meiner kleinen Firma die Leute relativ gut bezahlen kann. Allerdings ist mir in den letzten Jahren, seit Corona, ein seltsamer Effekt aufgefallen: obwohl wir allein in den letzten 3 Jahren über 30% Lohnsteigerung hatten, beschweren sich die Leute exakt so wie früher darüber, dass es nicht reicht. Die Motivation zu arbeiten, die Bereitschaft Vollzeit zu machen und nachmittags zu arbeiten etc. nehmen aber direkt mit jeder Lohnerhöhung eher ab. Stattdessen suchen sie sich teure Hobbies und erhöhen den Lebensstandard. Alles ja auch schön und sei ihnen gegönnt, aber ich finde es total seltsam, dass mit der Bezahlung irgendwie auch der Wille zu arbeiten abnimmt. Gejammert, dass es hinten und vorne nicht reicht wird natürlich trotzdem, auch wenn man eine neue teure Wohnung hat oder sich einen Transporter als Freizeitkarre gekauft. Irgendwie frustrierend. So- jetzt könnt ihr mich zerreißen 😉
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Was kostet Deine Wohnung? Was fährst Du für eine Karre? Was und wie teuer sind für Dich "teure Hobbys"? Seit Corona ist halt wirklich vieles teurer geworden und hinterher auch teuer geblieben.
Jemin K. schrieb: > aber ich finde es total seltsam, dass mit der Bezahlung irgendwie auch > der Wille zu arbeiten abnimmt. Ich auch. Vermutlich hakt es woanders. Ich persönlich habe bei einem meiner früheren Arbeitgeber die Wertschätzung vermisst. Das Gehalt war OK, doch hatte ich stets das Gefühl, samt der ganzen IT nur ein lästiger Kostenfaktor zu sein.
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Hängt sehr stark von den Generationen ab. https://recruiting.ausbildung.de/blog/generationen-in-der-uebersicht Ist bei uns zumindest so. Wobei es bei uns in 3 Jahren keine 30% Lohnerhöhungen gegeben hat. Nach dem Motto, die Arbeitnehmer sind doch nur ein notwendiges Übel. Wenn das Betriebsklima kacke ist, nützte die beste Lohnerhöhung nichts. Dann wird nur nach Plan gearbeitet.
Ja, das könnte ein Problem sein. Ich fahre billigere Autos und wohne
bescheidener als unsere Leute. Die fühlen sich schon wertgeschätzt, aber
irgendwie bringt es mehr wenn man sie zu einer Wochenendaktivität
einlädt, als wenn man ihnen eine Zulage zahlt. Alles an Geld wird
irgendwie immer sofort als neuer Standard genommen und dann mit der
Bezahlung in Jobs verglichen, die überhaupt nicht vergleichbar sind
("mein Bruder arbeitet 3-Schicht bei VW und verdient mehr als ich mit
meinen 30 Stunden und 3 freien Nachmittagen, Sauerei!")
Wie gesagt, ich denke das ist schon irgendwie menschlich, und ich bin
auch nicht sauer auf die Leute, aber irgendwie ist es schon krass jeden
Monat zehntausende Euro Gehalt zu überweisen, dazu noch die ganzen
Steuern und Sozialabgaben, um dann zu hören, dass nachmittags arbeiten
aber uncool ist, weil man ja auch noch ein Leben will... Der
Teilzeitwahn ist auf jeden Fall mit den Gehaltserhöhungen gekommen. Neue
junge Leute ebenfalls gleiches Problem. Kann ich menschlich alles
nachvollziehen, aber es geht halt einfach nicht.
Du könntest eine Fachfirma damit beauftragen, den Knackpunkt zu finden und anonym an dich zu übermitteln. So ein Verfahren hatte ich mal bei Vodafone miterlebt.
Jammern ist modern und Wohlstandsverwahrlosung gekoppelt mit Konsumwahn weit verbreitet. Erst wenn es mal wieder einen RICHTIGEN, HARTEN Reset ala 1945 gibt, wird die Wohlstandswahrnehmung wieder halbwegs kalibriert. Trotzdem gibt es mehr als genug Menschen, denen es nicht gut geht.
Du hast die falsche Rubrik hier in mc-net ausgewählt. Der Thread gehört ins Unterforum "Jammern und fremdschämen".
Jemin K. schrieb: > aber > irgendwie bringt es mehr wenn man sie zu einer Wochenendaktivität > einlädt, als wenn man ihnen eine Zulage zahlt. Am WE will ich von der Firma nichts mehr hören und sehen ;-) Da geht es sogar mir als Babyboomer genau so wie Generation-Z.
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Heinrich K. schrieb: > Du hast die falsche Rubrik hier in mc-net ausgewählt. Der Thread gehört > ins Unterforum "Jammern und fremdschämen". Das stimmt natürlich, aber ich dachte das trifft auf jede Kategorie hier zu, oder? 😉
Für die Mitarbeiter und Kollegen gilt das halt immer: https://de.wikipedia.org/wiki/Vom_Fischer_und_seiner_Frau Weil das so ist, hat richtiger Kommunismus nicht funktioniert und wird das auch nicht. Zumindest nicht unter menschengemachten Regierungen. https://www.youtube.com/watch?v=uDOCbd2bwCY Von der Augsburger Puppenkiste ist das schön dargestellt.
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Zitat von einem früheren Chef von mir, so um 1995: Sie können mit Geld nicht motivieren. Sie können mit fehlendem Geld sehr gut demotivieren. Und noch was: Erwarte keine Dankbarkeit, denn deine Mitarbeiter schulden dir keine. Das sind nicht Leibeigene.
Hi! @ TO: Ist bei uns (Handwerkerfirma) irgendwie genauso. Potentielle neue Kollegen sind verdutzt, das 5500 brutto mit ner 30h Woche nix werden. VG Matthias
Das Pänomen ist überall zu beobachten. Heutzutage glauben viele Mitarbeiter auch, dass es genügt, irgendwo einen Arbeitsvertrag zu haben. Das man dann im Betrieb auch noch was leisten muss führt dann oft zu verwirrten Gesichtern. Ich bin auch ein echter Gegner vom "Homeoffice" Trend. Das es deswegen noch nicht zu gesellschaftlichen Problemen gekommen ist, wundert mich. Die Ungerechtigkeit zu Abeitnehmern die kein Homeoffice machen können, ist irgendwie ja jedem klar, aber alle nehmen es so hin. Da hüllt sich die Politik auch in ein vornehmes Schweigen.
Nemopuk schrieb: > Das Gehalt war OK Du bist Beamter. Ansonsten sag ich dir, dass du weniger bekommen hast als du für die Firma verdient hast.
Jemin K. schrieb: > Gejammert, dass > es hinten und vorne nicht reicht wird natürlich trotzdem kommen die aus Bauern-Familien?
Stefan M. schrieb: > Ich bin auch ein echter Gegner vom "Homeoffice Na ja, früher, vor 200 Jahren, hat jeder Homeoffice gehabt, meist Geschäft/Werkstatt unten und wohnen darüber, oder als Bauernhof oder der Müller in der Mühle. Erst mit Fabriken mussten die Leute zusammen an einem Arbeitsplatz kommen um zusammen zu schaffen, das gilt auch für den Pyramidenbau. Warum allerdings BÜROARBEIT zusammengelegt wird, ist widersinnig, und höchstens mit deinem 'Gerechtigkeitsgefühl' erklärbar. Die kann man gut von zu Hause aus machen, wie mein Rechtsanwaltsnachbar. Die Konzentration von Arbeitsplätzen (primär im Stadtzentrum) führt zu den Problemen über die wir jammern: Pendeln, Staus, Parkplatznot, Nahverkehr, tagsüber eine Wohnung heizen die nicht genutzt wird, nachts ein Büro heizen das nicht genutzt wird, nachts sind auch genügend Parkplätze in der Innenstadt ungenutzt während die Vororte tagsüber ungenutzte Parkplätze haben, und Verdrängung von Wohnungen im Innenstadtbereich, so dass noch mehr pendeln müssen und die Städte nach 18 Uhr veröden. Kurz gesagt: völlig falsche Organisation. Wie entspannt Leben sein kann, sah man zu Corona.
Michael B. schrieb: > völlig falsche Organisation. die ist damit auf die Spitze getrieben worden, dass man den Leuten das Haus im Grünen subventioniert hat, um dann Kilometergeld für den Weg zur Arbeit (...)
.● Des|ntegrator ●. schrieb: > die ist damit auf die Spitze getrieben worden, > dass man den Leuten das Haus im Grünen subventioniert hat, > um dann Kilometergeld für den Weg zur Arbeit (...) Ich erinnere mich an keine Subvention, und während jede Firma alle Kosten abziehen kann bevor Steuern fällig werden, verwehrt man mir das. Würde ich fair gleich einem Unternehmer behandelt, könnte ich selbstverständlich den Kaufpreis meines Hauses, meines Autos und alle Kosten des Autos vom unversteuerten Einkommen bezahlen, bevor EKSt auf den kläglichen Rest fällig werden, kläglicher Rest weil meine Kinder natürlich als Unternehmen zur Renten und Pflegesicherung geführt werden und deren Ausgaben für Aufzucht und Pflege der Kinder ebenfalls komplett abgesetzt werden. Schon ein einfaches Konstrukt, Unternehmen um mich zur Arbeitsplatz zu bringent, welches meinen Arbeitslohn komplett erhält, alle Kosten des Autos absetzt, mich als Fahrer mit ordentlichem Stundenlohn für's Pendeln bezahlt, und den Rest als Gewinn an mich überträgt, würde ERHEBLICH Steuern sparen, aber einige sind in unseren Land ja gleicher als andere. In den erzkapitalistischen USA sind Ausgaben fürs Eigenheim übrigens absetzbar, hier nicht.
Dann biete halt keine Halbtagsstellen an. Was sind denn das für Stellen? Bäckereifachverkäuferin? 30% Lohnsteigerung in drei Jahren? Gabs vorher 8€ fuffzich/h? Von welchen Jobs und Personal reden wir hier überhaupt?
Wenn du gute und faire Löhne zahlst, aber die Diskussion nicht abnimmt, würde ich an deiner Stelle einfach den zuständigen Tarif Vertrag einführen. Damit sind sämtliche Diskussionen vom Tisch, da alles klar geregelt ist.
Jemin K. schrieb: > obwohl wir allein in den letzten 3 Jahren über 30% > Lohnsteigerung hatten, beschweren sich die Leute exakt so wie früher > darüber, dass es nicht reicht. Ich denke, das hat heutzutage Stereotypischen Character. Früher hiss es, "Männer wollen Autos", "Mädchen mögen Rosa und das Puppenhaus". Heute heisst es, "(Weisse) Männer sind böse brutale *****", "Frauen verdienen schlechter / sind benachteiligt", und generell "Die Arbeitgeber zahlen zu wenig". Das sind halt diese Binsenweisheiten, die man überall hört; in den Nachrichten, social Media, von anderen, und dann weiter verbreitet werden. Damit, ob man selbst tatsächlich betroffen ist, oder ob überhaut was dran ist an der Sache, setzt sich doch gar keiner auseinander. > Die Motivation zu arbeiten, die > Bereitschaft Vollzeit zu machen und nachmittags zu arbeiten etc. nehmen > aber direkt mit jeder Lohnerhöhung eher ab. Ist halt blöd, wenn sich das Geld zum Himmel stapelt, immer mehr an Steuern weg gehen, aber man nicht die Zeit hat, damit was zu machen. Aber einfach mal ne weile nicht Arbeiten geht auch nicht, dann ist das Geld doch schnell wieder weg, auch wegen den Steuern und Lebenshaltungskosten, und einstellen will einen dann auch keinen mehr. Wobei, bei den Deutschen ist das schon extrem mit den Steuerabgaben usw., dann wandert das alles zu den Pensionären, was übrig bleibt verbrennt man indem man es den Öl und Autokonzernen mit Subventionen in den Arsch schiebt, dann sollen die Jungen länger arbeiten müssen, und wenn sie dann mal ins Pensionsalter kommen, werden sie merken, dass für sie selbst nicht mehr so viel übrig ist. Ist schon Scheisse, das ganze. Was man machen müsste, ist die Lebensqualität steigern, und Anreize für Kinder / Familien schaffen. Führt ne 4 Tage Woche ein, stoppt den Doppelverdiener quatsch (ihr könnt ja stattdessen den Hausmann popularisieren, wenn ihr wollt), verschiebt ein paar Abgaben von den Renten zu den Familienzulagen etc.
Daniel A. schrieb: > Ist halt blöd, wenn sich das Geld zum Himmel stapelt, immer mehr an > Steuern weg gehen, aber man nicht die Zeit hat, damit was zu machen. > Aber einfach mal ne weile nicht Arbeiten geht auch nicht, dann ist das > Geld doch schnell wieder weg, auch wegen den Steuern und > Lebenshaltungskosten, und einstellen will einen dann auch keinen mehr. > > Wobei, bei den Deutschen ist das schon extrem mit den Steuerabgaben > usw., dann wandert das alles zu den Pensionären, was übrig bleibt > verbrennt man indem man es den Öl und Autokonzernen mit Subventionen in > den Arsch schiebt, dann sollen die Jungen länger arbeiten müssen, und > wenn sie dann mal ins Pensionsalter kommen, werden sie merken, dass für > sie selbst nicht mehr so viel übrig ist. > > Ist schon Scheisse, das ganze. Was man machen müsste, ist die > Lebensqualität steigern, und Anreize für Kinder / Familien schaffen. > Führt ne 4 Tage Woche ein, stoppt den Doppelverdiener quatsch (ihr könnt > ja stattdessen den Hausmann popularisieren, wenn ihr wollt), verschiebt > ein paar Abgaben von den Renten zu den Familienzulagen etc. Und was hat das jetzt mit dem Thema "Mehr Geld nehmen, aber weniger arbeiten!" zu tun? Klingt eher nach Beamten-, Pensionärs- und Politikbashing, und erfüllt genau die "Binsenweisheiten".
Daniel A. schrieb: > Das sind halt diese Binsenweisheiten, Nö. Wenn man sich die Nominallohnentwicklung ansieht, verdienen sehr viele noch heute das gleiche, wie vor 20 Jahren. Und das, obwohl die Wirtschaft enorm viel Produktivität dazugewonnen hat. Die Differenz haben sich die Firmen in die Tasche gesteckt und sind der Grund, warum so viele unzufrieden sind. Und auch ein Grund, warum die Rentenaussichten so mies sind. Denn Einnahmen, die nicht durch Lohnzahlungen umverteilt wurden, haben auch keine Sozialabgaben geleistet.
Martin S. schrieb: > Daniel A. schrieb: >> Das sind halt diese Binsenweisheiten, > > Nö. Wenn man sich die Nominallohnentwicklung ansieht, Kann doch auch beides Wahr sein, vielleicht ist das Problem real, aber es ist auch so, dass alle das glauben und auf sich selbst beziehen, was sie überall hören. Das Leben ist kompliziert, bei vielem steckt irgendwo ein Fünkchen Wahrheit drin.
Jemin K. schrieb: > obwohl wir allein in den letzten 3 Jahren über 30% > Lohnsteigerung hatten, beschweren sich die Leute exakt so wie früher > darüber, dass es nicht reicht. Die Motivation zu arbeiten, die > Bereitschaft Vollzeit zu machen und nachmittags zu arbeiten etc. nehmen > aber direkt mit jeder Lohnerhöhung eher ab. Stattdessen suchen sie sich > teure Hobbies und erhöhen den Lebensstandard. Alles ja auch schön und > sei ihnen gegönnt, aber ich finde es total seltsam, dass mit der > Bezahlung irgendwie auch der Wille zu arbeiten abnimmt. Wenn es sich um dieselben Leute handelt, sind die aber auch einfach älter geworden. Irgendwann will man nicht mehr nur arbeiten, sondern auch was davon haben. 30% Lohnsteigerung klingt viel, gleichzeitig sind viele Lebensmittel aber um 300% teurer geworden. Autoersatzteile und Werkstattstunden 100%. Läppert sich halt.
Es gilt auch, das viele IGM++ Gehaelter haben wollen, aber nicht die Produktpreise aufgrund IGM Bezahlung zahlen wollen. Also lieber Ali, Temu, usw. sponsern.
Moin, Was mir Unbehagen bereitet, ist die Konkurrenzkampf zwischen Deutschland und der Rest der Welt. Traditionell sind bzw. waren Gehälter in D seit den Nachkriegsjahren höher wie in vielen Ländern. USA Gehälter sind mit D nicht vergleichbar, weil es in den USA kein soziales Backup gibt. Solange man dort Arbeit hat, geht es einem finanziell prächtig - sobald nan auf der Strasse sitzt, gerade umgekehrt. In D ist man "Früher" gewöhnt. Die Erwartung und Gehälter gefordert, beweisen das. Was ich damit sagen will, ich bin mir nicht mehr so sicher ob D Visavis zur restlichen Welt ausser in Sptzenbranchen überhaupt noch Konkurrenzfähig ist. Sicher, D hat Erzeugnisse und soft Know-How, welches noch gut bezahlt wird. Die Welt steht aber nicht still - China und andere Länder sind bestimmt ein gutes Argument. Mit jedem Jahrzehnt verbessert sich deren wirtschaftliche Wettstreitposition. Wer behauptet, daß China Qualität schlecht ist, irrt sich. Chinesische Betriebe können hochqualitativ produzieren - solange man zu bezahlen gewillt ist. Ich bin mir aus meiner Perspektive von Kanada aus nicht so sicher, ob D überhaupt noch wettbewerbsfähig ist, im Vergleich zu ihren Wettstreit Nationen. Man kann beteuern, daß D industrielle Produkte in höchster Qualität herstellt - Japan, China können das auch, wie viele ihrer High-Tech Sparten beweisen. Lets face it: im Vergleich zu China, ist D nicht länger ein primäres Herstellungsland. Seine High-Tech Produkte, einschließlich High-End Fahrzeuge werden immer unbezahlbarer. D kann sich nicht mehr leisten auf seinen industriellen Macht-Lorbeeren auszuruhen. Die Frage ist, wie sieht nun in 2026 die Lage für Arbeitnehmer und Arbeitgeber aus. Die Welt hat sich verändert. Man muß sich möglicherweise zugestehen, daß Fordern alleine nicht mehr ausreicht, sondern daß auch Leistung und Werte geschaffen werden müssen, die seinesgleichen in der Welt nicht zu finden sind. Man hat die Ausbildungs Anforderungen, mit gewissen Ausnahmen, für die Mehrzahl der Bevölkerung zurückgeschraubt. Schulen vermitteln nicht mehr die Lehrdisziplin von früher - gerade hier ist Japan und China und Asien generell uns weit überlegen. Dort haben die Anforderungen an Studenten Werte angenommen, die sie oft zum Suicide führt. Das kann von westlichen Schulwesen nicht behaupten. Nicht, dass ich das gut finde - ist aber leider eine Tatsache. Mir kommt vor, wir im Westen sind nicht länger "hungrig". Als Wohlstandsgesellschaft sind wir behäbige, faule lernresistente Konsumenten geworden - Die restliche Welt, hauptsächlich in Asien, ist hungrig unseren Wohlstandsstatus zu erreichen. Dort ist das Lernen und Leistung Erwartungshaltung. Die ultimative Ironie ist natürlich, wenn auch dort unserer Wohlstandsstatus erreicht wird, daß es den Leuten auch dort ähnlich wie bei uns gehen wird. So gesehen ist die Wohlstands-Entropie ein Naturgesetz von dem keine Zivilisation verschont bieibt.
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Gerhard O. schrieb: > Mir kommt vor, wir im Westen sind nicht länger "hungrig". Befindet man sich oben auf dem Berg, geht es in allen Richtungen abwärts. Es wird der Wohlstand hartnäckig verteidigt, aber eigentlich weiss man, dass sich die Situation gegenüber denen, die von unten rauf kommen, langfristig bestenfalls egalisieren wird. Das sorgt für negative Stimmung, nicht für Hoffnung. Für Verteilungskämpfe, für Ablehnung jener, die man als Konkurrenten des eigenen Wohlstands ansieht. Ist man auf dem Weg nach oben, mag es derzeit noch schlecht aussehen, aber man hat Hoffnung, dass es besser wird. Mindestens für die Folgegeneration: "Kind, Du sollst es einmal besser haben als wir".
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Einige Asiaten haben ihre eigenen Probleme. Etwa wenn gute Ausbildung keinen adäquaten Arbeitsplatz mehr garantiert, wenn Studierte weit unter Niveau arbeiten müssen. Oder sie haben eine derart niedrige Fortpflanzungsrate, dass die Zukunft schwierig wird, wenn kein Nachzug von aussen erfolgt. Wofür Japan keinerlei Tradition hat. Im Gegenteil, man bleibt gerne unter sich. Kanada hat damit zwar wahrscheinlich kein Problem, aber aus dem persönlichen Umfeld höre ich, dass man nicht mehr so offen ist wie früher. Das riecht ein wenig danach, als ob ein ähnlicher Trend zur Wohlstandswahrung beginnt. Mein zugegeben sehr eingeschränkter Einblick aus dem japanischen Bekanntenkreis legt einen hungrigen Eindruck nicht unbedingt nahe. Eher den von Isolation. Beispiel: Man sollte meinen, dort könnten alle leidlich Englisch. Pustekuchen.
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Neben Geld gibt es noch andere Kriterien. Darunter die Zufriedenheit. Nun gilt Deutschland als Hort der Missmutigen, der notorisch Meckernden. Bewohnt von Leuten, die am liebsten nach Kanada oder Australien auswandern wollen, um ihr Glück zu finden, wenn sie sich denn dürfen trauten. Und dann sieht man diese Grafik, über die Veränderung der Zufriedenheit von 2012 bis 2025. https://www.derekthompson.org/p/if-americas-so-rich-howd-it-get-so Man könnte diese Grafik zwar auch so interpretieren, als ob viele Deutsche in dieser Zeit ihre Drohung wahr gemacht hätten, in Massen diese beiden Spitzenreiter bevölkerten und runterzogen. Aber das hätte sich wohl herumgesprochen. :)
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Wie ist denn in Ihrem Betrieb die Lohnspanne? Was macht für Sie ein Arbeitnehmer wertvoller? Und welches Bundesland?
Gerhard O. schrieb: > Sicher, D hat Erzeugnisse und soft Know-How, welches noch gut bezahlt wird. Und was wäre das, der Leopard2 im UkraineKrieg der dort geflopt ist? Ich wüsste jetzt kein Produkt was der Rest der Welt nicht auch genauso gut und preiswerter hinbekommt, Flugzeuge Schiffe U-Boote Pkw's, ok vllt. Lkw's nicht und den Tesla, bekommt man überall auch in Europa, und Straßenbau kann man nicht exportieren. Der Tesla wurde ja auch nur wegen günstiger Subventionen in D-Land gebaut. Aber unzufriedene Mitarbeiter brauchen vllt. berufliche Herausforderungen oder Aufgaben womit denen diese dummen Gedanken gar nicht erst kommen, oder man sollte denen vllt. mal erklären dass sie auch ersetzbar sind?
Bei den Arbeitnehmern entsteht langsam der Eindruck, dass sie nicht für ihre Arbeit bezahlt werden, sondern für ihre Freizeit. Klar, dass sie dann mehr leisten wollen. Mehr Freizeit, mehr Geld dafür, denn sie investieren ja auch gut in ihre Freizeit. Der fetteste Weber-Grill, das neueste eBike, dazu ein Camping-Mobil um damit dann zum eBiken fahren zu können, noch paar Hipster-Apps mit Monatsabo zu Netflix dazu, ...
Nick schrieb: > Bei den Arbeitnehmern entsteht langsam der Eindruck, dass sie nicht für > ihre Arbeit bezahlt werden, sondern für ihre Freizeit. Wenn Du angeblich die Arbeitnehmer nur für die Freizeit bezahlst.... warum stellst Du die dann ein? Das ist doch deine Entscheidung. Nevs schrieb: > Aber unzufriedene Mitarbeiter brauchen vllt. berufliche > Herausforderungen oder Aufgaben womit denen diese dummen Gedanken gar > nicht erst kommen, oder man sollte denen vllt. mal erklären dass sie > auch ersetzbar sind? Du wirst bald keine Mitarbeiter mehr finden. Dann musst Du den Mist alleine machen.
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Thomas B. schrieb: > Wenn Du angeblich die Arbeitnehmer nur für die Freizeit bezahlst.... > warum stellst Du die dann ein? Die ArbeitNEHMER denken, dass sie für die Freizeit bezahlt werden.
Nick schrieb: > Die ArbeitNEHMER denken, dass sie für die Freizeit bezahlt werden. Dank China, vorausgesetzt alle kaufen weiterhin fleißig immer mehr bei Temu, Ali, usw. ein, wird recht bald ein Ende haben. Da werden diese froh sein was tun zu dürfen um an was zum Fressen zu kommen. Alles wird gut. Ihr werdet es erleben und glücklich sein, vor allem glücklicher als heute. Und wenn ihr hofft, der Beitrag könnte Ironie enthalten, dann ist das Euer Bier.
Um was für Stellen es sich handelt wissen wir immer noch nicht aber es wird munter drauflosgesabbelt dass es kein halten mehr gibt, wie in der Schnatterzone eines Damenklos. Wieso ist dieser knalldoofe Thread noch nicht geschlossen worden? Ist der Mod noch besoffen vom Muttertagsbesäufniss?
Nick schrieb: > Bei den Arbeitnehmern entsteht langsam der Eindruck, dass sie nicht für > ihre Arbeit bezahlt werden, sondern für ihre Freizeit. > Klar, dass sie dann mehr leisten wollen. Mehr Freizeit, mehr Geld dafür, > denn sie investieren ja auch gut in ihre Freizeit. Der fetteste > Weber-Grill, das neueste eBike, dazu ein Camping-Mobil um damit dann zum > eBiken fahren zu können, noch paar Hipster-Apps mit Monatsabo zu Netflix > dazu, ... Obwohl ich auch Arbeitnehmer bin, sehe ich das ähnlich. Das meine ich auch, als ich schrieb, dass viele meinen es reiche aus, dass man einen Arbeitsvertrag hat um bezahlt zu werden. Ich beobachte hingegen eher keinen Leistungswillen. Es wird auch viel "Krank" gemacht, besonders im öffentlichen Dienst. Ich beobachte eher den Trend "viel Geld für minimale Arbeit". Aber das ist nicht neu. Darum habe ich auch ein Problem mit dem Homeoffice Trend. Denn sein wir mal ehrlich, gearbeitet wir dort nicht mal 1/3 so effektiv wie im Betrieb. Ich werde da viele Gegenstimmen hören, aber ich denke trotzdem das es wie folgt aussieht: Kein Chef schaut einem über die Schulter. Man holt das Kind vom Kindergarten ab. Der Hund wird gelüftet. Das Essen wird gekocht. Die Wäsche wird gewaschen. Es wird für den Alltag eingekauft. Von den (nicht mehr anfallenden) Spritkosten mal ganz abgesehen. etc... Und all das können (zur selben Zeit) andere Arbeitnehmer nicht machen. Ich finds arg ungerecht, egal wiviele Minuspunkte ich dafür hier bekomme.
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Frank D. schrieb: > Wieso ist dieser knalldoofe Thread noch nicht geschlossen worden? Ist > der Mod noch besoffen vom Muttertagsbesäufniss? Es steht Dir frei, einen dieser persönlich zu kontaktieren: https://www.mikrocontroller.net/user/show/dl8dtl https://www.mikrocontroller.net/user/show/lkmiller https://www.mikrocontroller.net/user/show/yalu https://www.mikrocontroller.net/user/show/ukw https://www.mikrocontroller.net/user/show/myfairtux Unbenommen dessen sollte auch Dir bekannt sein, dass im Forum: Ausbildung, Studium & Beruf ständig zweifelhaftes Zeug geschrieben wird und die Moderatoren sich da weitgehend raushalten, um nicht in eine persönliche Krise zu geraten.
Stefan M. schrieb: > Obwohl ich auch Arbeitnehmer bin, sehe ich das ähnlich. Übrigens: Ich bin auch Arbeitnehmer.
Stefan M. schrieb: > Und all das können (zur selben Zeit) andere Arbeitnehmer nicht machen. Dann sollen sie sich nen anderen Job suchen. Wasn das fürn "Argument" nur weil andere das nicht machen können soll ich es nicht dürfen? Dann gibts ab sofort auch Dixiklos in den Büros, die im Winter nicht beheizt werden oder noch besser nach draussen verlegt werden, denn das hat der Monteur auch alles nicht was die Bürofritzen haben.
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Stefan M. schrieb: > Der Hund wird gelüftet. Microsoft Teams hat eine Anwesenheitsanzeige. :) https://learn.microsoft.com/de-de/microsoftteams/presence-admins
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Eine Katze ist dafür praktischer als ein Hund. Anhängliche Exemplare neigen dazu, den schlafenden Heimarbeiter vor Unbill zu schützen, indem sie ab und zu über die Tastatur laufen oder mit der Maus spielen, und so Aktivität simulieren.
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(prx) A. K. schrieb: > Einige Asiaten haben ihre eigenen Probleme. Etwa wenn gute Ausbildung > keinen adäquaten Arbeitsplatz mehr garantiert, wenn Studierte weit unter > Niveau arbeiten müssen. Ist doch hier genauso. Erst im Maschinenbau, jetzt im IT-Bereich. Glotzen alle dumm aus der Wäsche, weil sie erstaunt sind, dass sie keinen Job in diesem ach so gesuchten Bereich finden. 2 Wochen unbezahlte Probearbeit, wer nicht abliefert - d.h. sauberen Code der direkt ins Releaserepo geht - liefert, ist schon weg vom Fenster. Draussen vor der Türe steht schon die nächste Testcharge an Entwicklerfrischfleisch bereit. Und die Hampelazubis die glauben sie würden übernommen, aber in drei Jahren nur scheisse gebaut haben, schauen genauso blöd aus der Wäsche. Firmen können sich die Perlen raussuchen, der Rest kann bei netto die Regale auffüllen. Da wird es noch sehr lange sehr doofe Gesichter bei den Absolventen/Ausgelernten geben. Der Aufprall nach der Ausbildung gibt den ersten Realitätsschock, dann ist schluss mit lustig trallala. Und wenn Mutti Druck macht dass der Bub endlich ausziehen soll aber es nix wurde mit 6000€ netto/Monat dann werden auch so manche Tränen fliessen bei der Generation Weichei.
Stefan M. schrieb: > Obwohl ich auch Arbeitnehmer bin, sehe ich das ähnlich. > Das meine ich auch, als ich schrieb, dass viele meinen es reiche aus, > dass man einen Arbeitsvertrag hat um bezahlt zu werden. > Ich beobachte hingegen eher keinen Leistungswillen. Nachvollziehbar. Wenn man sieht, mit welcher Nicht-Leistung andere in der Firma bleiben, wozu sollte man sich ein Bein für die Firma rausreißen? Das Alter kommt dann noch dazu. > Darum habe ich auch ein Problem mit dem Homeoffice Trend. > Denn sein wir mal ehrlich, gearbeitet wir dort nicht mal 1/3 so effektiv > wie im Betrieb. Hab ich anders gehört. > Ich werde da viele Gegenstimmen hören, aber ich denke > trotzdem das es wie folgt aussieht: Ich habe meine Meinung, verwirre mich nicht mit Fakten :D > Und all das können (zur selben Zeit) andere Arbeitnehmer nicht machen. > Ich finds arg ungerecht, egal wiviele Minuspunkte ich dafür hier > bekomme. Also einfach nur neidisch? Augen auf bei der Berufswahl. :) Ich als jemand, der kein Homeoffice machen kann, finde das gut. Im Homeoffice würde ich nicht glücklich und beruflich war Corona aufgrund der freien Straßen eine geile Zeit.
Jemin hat ja nicht gesagt in welcher Branche gearbeitet wird. Das kann ja von 1000Euro bist 15000Euro oder mehr im Monat gehen. Ich gehe nächstes Jahr in Rente. Zwar mit Abschlag, aber ist mir egal. Den Stress in der Firma tue ich mir nicht mehr an. Sollen die sehen wo die ihre Leute herbekommen. Das Problem ist ja Hausgemacht. Ich gehe mit Abschlag in Rente, bekomme also weiniger Geld. Das finde ich legitim. Reinhard S. schrieb: > Im Homeoffice > würde ich nicht glücklich und beruflich war Corona aufgrund der freien > Straßen eine geile Zeit. Da kann ich nur zustimmen.
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Geht auch anders. Normaler Rententermin ist in Sicht, aber immer noch interessiert am Job. Gute Kollegen von jung bis alt. Die beschriebene Demotivierung ist nicht spüren. Reinhard S. schrieb: > Augen auf bei der Berufswahl. Yep. Richtige Wahl plus etwas Glück im Timing, was grosse Veränderungen angeht.
Frank D. schrieb: > dann werden auch so manche Tränen fliessen bei der Generation Weichei. Falsches Vorbild gegeben? Dass jeder seinen Traumjob kriegt, das war noch nie der Fall. Bei manchem klappt es, bei manchen halt nicht, wie schon immer. Zu Hause bei Mutti rumgehockt hat niemand. Keine Ahnung, ob das ein von den Medien zelebriertes Vorurteil ist, oder real. Auch im Ausland ist nicht alles Gold, was aus der Ferne glänzt. Da kann dann auch der Gedanke aufkommen, wieder zurück zu kommen. Nicht weil man gescheitert wäre, sondern weil man nach einer Weile auch die Nachteile genauer kennt. So schlimm, wie hier oft kolportiert, ist D nicht. Wenn man sich natürlich in trauter Runde am Stammtisch gegenseitig versichert, alles ginge vor die Hunde... Mit dem Leben zufrieden wird man so nicht. Vielleicht sollte man dann den Stammtisch aufgeben.
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(prx) A. K. schrieb: > Geht auch anders. Normaler Rententermin ist in Sicht, aber immer noch > interessiert am Job. Gute Kollegen von jung bis alt. Die beschriebene > Demotivierung ist nicht spüren. Schön für Dich, andere Leute erleben es anders: Mit mehreren Besitzerwechseln (Industrie um 100 Mitarbeiter) und Strukturveränderungen kam eine zunehmende Unzufriedenheit auf. Dazu kam, dass die langjährige, quer über alle Ebenen gewohnte, Zusammenarbeit einem Verhalten wich, nur noch das eigene Fell sauber zu halten. Das hat dann innere Abwehr und Abschiede zur Rente gefördert, von Leuten, die eigentlich einen sicheren und anspruchsvollen Job bekleidet haben. Das ist natürlich ein Versagen der Leitung und fast noch schlimmer, dass neue Mitarbeiter nach wenigen Monaten mit ähnlichen Begründungen kündigen. > Reinhard S. schrieb: >> Augen auf bei der Berufswahl. > Yep. Richtige Wahl plus etwas Glück im Timing, was grosse Veränderungen > angeht. Berufwahl ist immer Lotto auf die Zukunft: Ein Verwandter hat seine Masterarbeit Maschinenbau mit VW in Wolfsburg gut abgeschlossen und sucht bislang vergeblich. Zu Beginn seines Studiums war man sich sicher, dass das kein Problem sein würde. (prx) A. K. schrieb: > Frank D. schrieb: >> dann werden auch so manche Tränen fliessen bei der Generation Weichei. > Falsches Vorbild gegeben? Nee, auf einen provozierenden Miesmacher geantwortet.
Reinhard S. schrieb: > Nachvollziehbar. Wenn man sieht, mit welcher Nicht-Leistung andere in > der Firma bleiben, wozu sollte man sich ein Bein für die Firma > rausreißen? Schau, ich sehe hier das komplette Gegenteil. Wir haben hier ein wirklich gutes Kollegium, einen guten Umgang miteinander, hatten hier noch nie Streitigkeiten - jeder will hier seine Arbeit machen.
Die Menschen sind konsumorientiert. Es reicht nie. Es gibt Leute, die bringen 6000 € netto nach Hause und das wird alles verplempert. Es gibt ja den Spruch unter Aktiensparern und Frugalisten: "Vermögend wird man nicht durch das, was man einnimmt, sondern durch das, was übrig bleibt." Ist mein Motto seit über 16 Jahren. Ich lebe seit jeher sparsam, überlege mir viele Konsumausgaben. Und egal bei welchem Gehalt ich war, ich hatte immer genug übrig, um ordentlich in Aktien zu investieren. Rekordjahr war 2024 mit 50000 € Investitionen in Aktien. Meine Gehaltssteigerungen sind nicht in zusätzlichen Konsum geflossen, ein Auto habe ich bis heute nicht. Seit letztem Jahr wohne ich wesentlich teurer, aber ich habe die Preiskategorie der neuen Wohnung akzeptiert, nachdem ich mit spitzem Bleistift ausgerechnet habe, dass ich immer noch über 25 % meines Nettogehaltes in Aktien pumpen kann. Und ich weiß, ich könnte heute die Sparquote auf 0 % senken und das Depot würde von alleine ser stark wahsen. Das Aktiendepot lässt mich gut schlafen, die Dividenden sind heute schon üppig. Das ist mir mehr wert als irgendwelcher kurzfristiger Genuss. Pauschalreisen habe ich auch noch nie gebucht, jedoch buche ich auf meinen Wanderungen mich in Hotels ein und gebe über diesen Weg einiges Geld aus. Das Wandern macht Spaß und tut meiner Gesundheit gut. Diese Leute werden immer jammern, weil sie ihr ganzes Geld verballern müssen. Der Effekt, dass sie ab gewissen Gehälter in die Teilzeit gehen, ist logisch. Genau das ist der Anreiz durch die Steuerprogression. Ich sehe das sehr kritisch, weil viele hochqualifizierte Gutverdiener in die Teilzeit gehen. Dadurch entsteht ein hoher volkswirtschaftlicher Schaden.
.● Des|ntegrator ●. schrieb: > Michael B. schrieb: >> völlig falsche Organisation. > > die ist damit auf die Spitze getrieben worden, > dass man den Leuten das Haus im Grünen subventioniert hat, > um dann Kilometergeld für den Weg zur Arbeit (...) Welches Kilometergeld? Meinen Sie die Pendlerpauschale? Es gibt ja jedes ein Politik (meistens rot oder grün), der die Pendlerpauschale in Ihrer Manier kritisiert und offenbar, dass er gar nicht weiß, was die Pendlerpauschale ist und dass sie überhaupt nichts subventioniert. Die Pendlerpauschale ist ein vereinfachtes Verfahren, um die Werbungskosten anzurechnen, die durch den Arbeitsweg entstehen. Die Kosten trägt der Arbeitnehmer und er gibt seine Werbungskosten an und bekommt etwas zurück, wenn er die Werbungskosten den Arbeitnehmerpauschbetrag überschreiten. Pendlerpauschale gibt's auch für Nichtautofahrer. Ich nutze sie seit jeher, obwohl ich meistens Rad und manchmal mit dem ÖPNV fahre.
Rudi R. schrieb: > Es gibt ja den Spruch unter Aktiensparern und Frugalisten: "Vermögend > wird man nicht durch das, was man einnimmt, sondern durch das, was übrig > bleibt." Ist mein Motto seit über 16 Jahren. Gehört mit zu meinem Leitsatz: "Man vereinfache sich"
Rudi R. schrieb: > Das Aktiendepot lässt mich gut schlafen, die Dividenden sind heute schon > üppig. Das ist mir mehr wert als irgendwelcher kurzfristiger Genuss. Aktien laufen in dieser beschissenen Zeit erstaunlich gut. Aktien waren bei mir eigentlich nur als Hobby und Spaß am Risiko geplant. Nun bin ich froh das ich Aktien oder Fonds habe. Ok, die Internetblase in den 2000´der hat mich mental in den Abgrund geworfen. Da gab es nur eine Lösung. Arschbacken zusammenkneifen und aussitzen.
Rudi R. schrieb: > Und egal > bei welchem Gehalt ich war, ich hatte immer genug übrig, um ordentlich > in Aktien zu investieren. Rekordjahr war 2024 mit 50000 € Investitionen > in Aktien 50k investiert man aber nicht nebenher von einem normalen Angestellten-Gehalt
Heinz R. schrieb: > 50k investiert man aber nicht nebenher von einem normalen > Angestellten-Gehalt Leute mit so viel Geld verstehen das nicht.
Hans W. schrieb: > Heinz R. schrieb: >> 50k investiert man aber nicht nebenher von einem normalen >> Angestellten-Gehalt > > Leute mit so viel Geld verstehen das nicht. Hyperpekunie.
na, na, na, wer wird denn auf einen fake-account des forenbekannten "Finanzberaters" hereinfallen? P.S.: Mal auf den blaugefärbten Namenszusatz clicken, lesen, und erschrecken...
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Heinz R. schrieb: > Rudi R. schrieb: >> Und egal >> bei welchem Gehalt ich war, ich hatte immer genug übrig, um ordentlich >> in Aktien zu investieren. Rekordjahr war 2024 mit 50000 € Investitionen >> in Aktien > > 50k investiert man aber nicht nebenher von einem normalen > Angestellten-Gehalt Ich habe es geschafft. Ich wohnte noch günstig zur Miete (Mietvertrag von 2010, nur einmal Kaltmiete angehoben), hatte aber ordentliche Gehaltssteigerungen erfahren. Im Jahre 2024 hatte ich aber auch schon knapp 14.000 € an Nettodividenden. Die müsste man ehrlicherweise abziehen. 50k- 14k = 36k, die sich aus dem Nettogehalt speisten, also 3k pro Monat. Wenn jetzt gefragt wird: Wovon lebt der denn? Ich habe kein Auto, ich trinke so gut wie nie Alkohol, bin allgemein sparsam und habe 1800 € für den Urlaub ausgegeben, im Jahr 2024. Das sind dann fast nur Hotelkosten auf meinen Wanderreisen im Harz und sonst wo. Ich bin recht viel wandern und bin erst gestern von einer 74-Kilometer-Tour gekommen. Im aktuellen Jahr habe ich bereits 19.000 € investiert und knapp 8000 € an Nettodividenden erzielt. 11.000 / 5 Monate = 2200 € pro Monat, die ich vom Gehalt ins Aktiensparen gelenkt habe. Ich habe auch noch Nebeneinkünfte als Schiedsrichter, aber das ist nicht viel. Im Jahr 2024: 1880 €, 2025: 1700 €. Das hält mich dann aber auch davon ab, am Wochenende viel Geld auszugeben, wenn ich ca. 50 Spiele pro Saison pfeife.
Thomas B. schrieb: > Aktien laufen in dieser beschissenen Zeit erstaunlich gut. > Aktien waren bei mir eigentlich nur als Hobby und Spaß am Risiko > geplant. > Nun bin ich froh das ich Aktien oder Fonds habe. > Ok, die Internetblase in den 2000´der hat mich mental in den Abgrund > geworfen. > > Da gab es nur eine Lösung. > Arschbacken zusammenkneifen und aussitzen. Bei Fonds würde ich aufpassen. Eine Kollege von schwärmte 2010 von seinen Fonds. Heute weiß er, dass das ein enormer Fehler war, weil 5 % Ausgabeaufschlag. Ich war schlau genug und habe mir 2009 "Genial einfach investieren" von Martin Weber zu Gemüte geführt. Ich habe nie Bankenberatern oder Versicherungsheinis vertraut. Was gibt es zu meinem Kollegen zu sagen? In den nächsten 2 Jahren geht er in Rente. Er musste sich jetzt eine neue Wohnung besorgen und er hat da sehr auf den Preis geachtet. Ich dachte, bei einer lückenlosen Erwerbsbiographie seit Anfang der 90er müsste doch Kohle da sein. Ist aber offenbar nicht. Er war schlecht beraten, ahnt oder weiß es auch schon und kann es nicht mehr korrigieren. Ich stehe da mit einem fetten Depot und er einen Fondssparplan, wo vielleicht 200k drin sind, was erschreckend wenig sind. Er hat auch keine Kinder und auch keine kostspielige Ehefrau. Er gibt sein Geld seltsam aus. Er hat sich ein eBike vor ein paar Jahren gekauft, nutzt es aber nur für Fahrradtouren privater Art. Ich empfahl ihm mehrfach, damit die 10 km zur Arbeit zu kommen, denn er hat eine schöne Strecke, 50 % davon durchs Gründe. Macht er nicht. Lieber jammert er über Staus, volle Trams und hohe Benzinpreise. Ich bin ja bestrebt, meinen Alltag so zu gestalten, dass auch das Pflichtprogramm möglichst schön ist. Bei der Dot-Com-Blase stand ich an der Seitenlinie, aber was ich mitnahm: Bloß keinen Hypes folgen. Damit verpasste ich dann leider u.a. Apple und bin da erst 2016 eingestiegen. Es gibt ja welche, die kommen immer wieder mit alten Leier mit der Telekom-Aktie. Aber wer alles auf eine Karte setzt und einem Hype folgt, der hat das Einmaleins des Investierens nicht verstanden. Statt einer Fehlerkorrektur bei sich, sucht er die Schuld abstrakt beim Aktienmarkt: "alles Zockerei und gefährlich". Schwankungen sitze ich aus. Bin da abgehärtet. Die Abhärtung kommt mit den Jahren und lässt sich mit kleineren Beiträgen schon trainieren. Als im März 2020 alles runter ging, war mein Depot bei +/- 0 ungefähr. Es war mir egal und das nach ein paar Wochen war alles wieder gut. Es gab ja Fonds-Manager und Versicherer, die haben auf dem Tiefpunkt im März 2020 verkauft. Im aktuellem Mai habe ich fast 5100 € an Bruttodividenden erhalten bzw. knapp 3400 € netto. Ein, zwei Dividenden erwarte ich noch im Mai. Es läuft.
Rudi R. schrieb: > wenn ich ca. 50 Spiele pro Saison pfeife. Wie oft bekommt man da pro Spiel dann aufs Maul, sind die Reifen aufgeschlitzt,... Sind diese Kosten schon abgezogen?
Jemin K. schrieb: > Allerdings ist mir in den letzten Jahren, seit Corona, ein seltsamer > Effekt aufgefallen: obwohl wir allein in den letzten 3 Jahren über 30% > Lohnsteigerung hatten, beschweren sich die Leute exakt so wie früher > darüber, dass es nicht reicht. Die Motivation zu arbeiten, die > Bereitschaft Vollzeit zu machen und nachmittags zu arbeiten etc. nehmen > aber direkt mit jeder Lohnerhöhung eher ab. Stattdessen suchen sie sich > teure Hobbies und erhöhen den Lebensstandard. Alles ja auch schön und > sei ihnen gegönnt, aber ich finde es total seltsam, dass mit der > Bezahlung irgendwie auch der Wille zu arbeiten abnimmt. Gejammert, dass > es hinten und vorne nicht reicht wird natürlich trotzdem Das ist doch normal, bzw. auch weithin bekannt, das gewisse Dinge so laufen. So z.B. wurde bei den Ahrtal-Hilfen sehr darauf geachtet, die Bezahlhintergründe im Rahmen zu halten. Umgekehrt bekommst du bei Programmen von bezahlten Mitarbeitern üblicherweise höhere Qualität. Warum für Software zahlen? Ja eben genau deswegen. Da ist üblicherweise auch die Gewährleistung besser. Die psychologischen Hintergründe beim "Geld reicht nicht" können komplex sein, aber man kommt ganz gut selber drauf, wenn man sich mal hinsetzt, und darüber nachdenkt. Beispielsweise hatte früher nicht jeder ein Auto, heutzutage dagegen haben die Leute mehrere Autos und wissen oft kaum noch wohin damit.
Rbx schrieb: > heutzutage dagegen haben die Leute mehrere Autos und wissen oft kaum > noch wohin damit. Ja echt, eh. Ich muss meine schon übereinander stapeln, damit ich die überhaupt noch unterkriege. Mann, war das Leben doch früher einfacher. Oliver P.S. Heute Morgen die rote mit der grünen Pille vertauscht?
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Oliver S. schrieb: > P.S. Heute Morgen die rote mit der grünen Pille vertauscht? Hätte das nicht die blaue Pille sein müssen? Bei den Autos kommt man wohl nicht von alleine drauf, wenn man sich nicht mal genauer damit beschäftigt. Ich hatte mich auch schon mal mit den Bürgermeistern darüber unterhalten, die meinten auch schon, dass die Städte eigentlich eine Teilhabe am Autoverkaufsgeschäft bekommen müssten. Früher gab es noch autofreie Sonntage - und die hatten letztlich (nicht die autofreien Sonntage, sondern die Politik dahinter) die Klimapolitik gestartet. Ganz abgesehen davon hatte man damals bei der freiwilligen Feuerwehr noch viel mehr zu tun, als Feuerlöschen: Leichenteile vom Acker aufsammeln, Keller auspumpen usw. und die Übungen damals waren wohl auch noch anstrengender als heutzutage. Bei uns gibt es auf der anderen Seite viele leerstehende Häuser. Schade, das man einige von denen nicht in Tiefgaragen umwandeln kann..;)
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Rbx schrieb: > Früher gab es noch autofreie Sonntage Für jemanden, der seine „früher war alles besser“ Wohlfühlzeit in den 70ern des letzten Jahrtausends verortet, ist es tatsächlich besser die blaue Pille. Oliver
Rbx schrieb: > Früher gab es noch autofreie Sonntage Wäre auch mal wieder nett :D > Ganz abgesehen davon hatte man damals bei der freiwilligen Feuerwehr > noch viel mehr zu tun, als Feuerlöschen: Leichenteile vom Acker > aufsammeln, Keller auspumpen usw. Das ist heute noch immer genauso. > Bei uns gibt es auf der anderen Seite viele leerstehende Häuser. Schade, > das man einige von denen nicht in Tiefgaragen umwandeln kann..;) Kannst du schon, mussts halt bezahlen. Oberirdisch dürfte aber günstiger kommen.
Reinhard S. schrieb: > Rbx schrieb: >> Früher gab es noch autofreie Sonntage > > Wäre auch mal wieder nett :D Aber an Sonntagen mit ausreichend schönem Wetter um ohne Regenbekleidung mit dem Rad weite Strecken fahren zu können.
Reinhard S. schrieb: > Rbx schrieb: >> Früher gab es noch autofreie Sonntage > > Wäre auch mal wieder nett :D War die Autolobby damals eigentlich auch schon so einflussreich wie heute?
Vor wenigen Minuten war in der UBahn einer jungen Frau beim Ausszeigen das Smartphone heruntergefallen. Ein schneller Fusstritt eines anderen Fahrgasts verhinderte, dass es runter in die Gleise fiel.
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